Zwei unerlaubte Einreisen von Syrern aufgedeckt und einen Haftbefehl eines Tschechen vollstreckt


SELB. Eine Einschleusung von vier Vietnamesen, zwei unerlaubt eingereiste Syrer und einen vollstreckten Haftbefehl verzeichnete die Selber Bundespolizei am Donnerstag (25. April) in enger Zusammenarbeit mit der Selber Grenzpolizei.


 

Gegen 12.40 Uhr entdeckten die Bundespolizisten in einem Fernreisebus am Autohof in Münchberg vier Vietnamesen. Alle kontrollierten Personen konnten die für Deutschland erforderlichen Reisedokumente nicht vorweisen. Rasch stellten die Beamten fest, dass das Quartett auf der Ladefläche eines LKW über die Grenze in das Bundesgebiet eingeschleust und anschließend ihrem Schicksal überlassen wurde. Nach Abschluss der grenzpolizeilichen Ermittlungen wurden die vier Migranten an die Ankereinrichtung Oberfranken in Bamberg weitergeleitet.

 

Die Ermittlungen gegen die unbekannten Schleuser wurden aufgenommen. Nur eine Stunde später kontrollierten die Fahnder auf der Bundesstraße 303 im Bereich von Schirnding einen tschechischen PKW. Beim Datenabgleich des Beifahrers mit dem polizeilichen Fahndungssystem kam ein von der Staatsanwaltschaft Bayreuth ausgestellter Haftbefehl ans Tageslicht. Der 35-Jährige tschechische Staatsangehörige war nach mehreren Delikten, unter anderem auch wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz, zu insgesamt 40 Tagen Freiheitsstrafe oder ersatzweise einer Geldstrafe in der Höhe von 1.500 Euro verurteilt worden.

 

Da er selbst finanziell nicht in der Lage war, die Geldstrafe zu entrichten, half ihm ein in Tschechien telefonisch verständigter Bekannter aus der aktuellen Not. Der gute Freund eilte zur Selber Bundespolizeiinspektion Selb und bezahlte die geforderte Geldsumme in bar ein. Im grenzüberschreitenden Zug RE 5290, von Eger nach Schirnding, ertappten die Selber Grenzpolizisten gegen 23 Uhr zwei junge Syrer ohne erforderliche Reisedokumente. Die beiden 16- und 18-Jährigen hatten verbotenerweise einen Ausflug ins tschechische Nachbarland unternommen. Dies wird für sie nun auch strafrechtliche Konsequenzen nach dem Aufenthaltsgesetz haben.

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