Auto landet in der Donau: Aufwendige Bergung


SEPPENHAUSEN/PFATTER. Mit einem Peilboot musste das Wrack gesucht werden.


 

Am Vormittag des 23.04.2019 befand sich ein bulgarisches Pärchen bei Seppenhausen am Donauufer beim Sonnenbaden. Mit dabei hatten sie eine Luftmatratze, bei der sie Luft nachpumpen mussten. Dazu wollte die Frau den Pannenkompressor ihres Fiat Punto nutzen. Um diesen mit Strom zu versorgen, beugte sie sich ins Fahrzeug und drehte den Zündschlüssel um.

Weil der erste Gang, aber keine Handbremse eingelegt war, rollte der Fiat in Richtung Donauufer los. Die 50-jährige Frau lief zunächst neben dem Fahrzeug her und wollte es anhalten, bis die offen stehende Fahrertür gegen einen Baum prallte. Dadurch wurde sie selbst zu Boden geschleudert und leicht verletzt. Das Fahrzeug ließ sich nicht mehr aufhalten und rollte in die Donau.

Zunächst fuhr das Pärchen per Anhalter nach Regensburg in ein Krankenhaus, um sich behandeln zu lassen. Durch den Vorfall erlitt sie Quetschungen am linken Bein. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch begaben sie sich schließlich zu einer Polizeiinspektion in Regensburg, um den Vorfall anzuzeigen.

In der Folge wurde die Wasserschutzpolizeigruppe der Verkehrspolizeiinspektion Regensburg alarmiert und es liefen umfangreiche Bergungsmaßnahmen an. Der Schiffsverkehr wurde wegen des Hindernisses in der Fahrrinne gesperrt. Zunächst musste der Pkw mit einem Peilboot lokalisiert werden. In einer Tiefe von ca. 4 Metern konnte er schließlich ausgemacht werden. Ein Arbeitsschiff des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes barg den Fiat gegen 12:30 Uhr.

Am Fiat entstand Totalschaden, persönliche Gegenstände konnten jedoch wieder ausgehändigt werden. Die Frau als Verursacherin muss nun mit einer Anzeige nach dem Gesetz zur Ordnung des Wasserhaushalts rechnen. Außerdem wird sie für die nicht unerheblichen Bergungskosten aufkommen müssen.

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