Anklage: Baby nach Geburt getötet und im Supermarkt-Müll entsorgt


NEUSTADT / WALDNAAB. Wie bereits berichtet, fanden Ermittler der Kripo Weiden am Montag, 27.04.2015 gegen 15:30 Uhr in einem Container der EDEKA in Neustadt an der Waldnaab den Leichnam eines neugeborenen Kindes. Ein vorläufiges Obduktionsergebnis zeigte schnell, dass das Kind zum Zeitpunkt der Geburt lebte und gewaltsam zu Tode kam.  




Die Mutter, eine 21-jährige Frau aus dem Landkreis Neustadt a.d. Waldnaab wurde noch am Tattag in einem Getränkemarkt in Weiden festgenommen. Sie soll ihr Neugeborenes getötet und die Leiche in den Müllcontainer eines Supermarktes geworfen haben. Von heute an, muss sich die Frau wegen Totschlags vor dem Landgericht Weiden verantworten. Aufgrund der Grausamkeit der Tat, sei laut Staatsanwaltschaft aber auch eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes denkbar.

Laut Anklageschrift habe die Frau auf der Toilette eines Geschäfts ein Mädchen geboren und anschließend getötet. Dabei soll sie dem Säugling Papierhandtücher in den Mund gesteckt und ihn danach in einem Plastikmüllsack in den Abfall der Toilette gelegt haben. Die Leiche des Kindes wurde zwei Tage später entdeckt. Die Obduktion hatte ergeben, dass das Kind lebend geboren und danach getötet wurde.

Die 21-Jährige war nach der Geburt wegen starker Blutungen ins Klinikum Weiden gegangen. Der Arzt hatte nach der Untersuchung befürchtet, dass die Frau ohne medizinische Hilfe ein Kind auf die Welt gebracht hatte. Weil der Verbleib des Neugeborenen unklar war, hatte er die Polizei informiert. Wenige Stunden später fanden die Beamten die Leiche in dem Müllcontainer.



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