Offiziell bestätigt: Zaußenwirt übernimmt Gaststätte im Fränkischen Hof


PEGNITZ. Lange vor der Corona-Krise bereits, hat der Fränkische Hof in Pegnitz seinen Gastrobereich eingestellt und nur noch eigene Hotelgäste verköstigt. Anfangs begründete Besitzer Thomas Schlabeck dies mit einem fehlenden Koch. Jetzt bestätigte er zudem einen starken Rückgang der Gästezahlen. Geschäftsschädigend seien aber auch die Gerüchte um die nun bestätigte Fusion zwischen Zaußenmühle und Fränkischem Hof gewesen.




Ein Facebook-Posting löste am Montag und Dienstag eine Diskussion darüber aus, wie es mit dem Fränkischen Hof in Pegnitz weitergeht. Ein Nutzer will erfahren haben, dass es bereits eine Unterschrift auf einem Vertrag gibt, der die Zusammenarbeit zwischen Zaußenmühle und Fränkischem Hof bestätigt. „Da war überhaupt noch nichts spruchreif in der Sache“, sagt Schlabeck im Gespräch mit Bayernreporter. Er werde sich verständlicher Weise zu einer möglichen Verpachtung / Veränderung erst dann äußern, wenn es wirklich so ist. „Alles was heute gesprochen wird, kann morgen schon wieder nichtig sein“, sagt Schlabeck am Dienstag.

Er sieht das Posting des Nutzers problematisch. Denn durch solche Gerüchte im Internet, könnten geschäftliche Beratungen scheitern. Auch problematisch: Die örtliche Tageszeitung ist bereits angesprungen und berichtet über das mögliche Vorhaben. Schlabeck bestätigt dort und auch gegenüber Bayern-Reporter, dass es in der letzten Zeit Gespräche gegeben habe, die aber genau wegen solcher Mutmaßungen jederzeit gefährdet sein könnten. Er hatte gebeten, nichts zu veröffentlichen, leider hätten sich Kurier und NN aber nicht daran gehalten, was ihn schon enttäuschte.



Gaststätte Fränkischer Hof ist verpachtet

Die beiden Gastronomen, Geyer und Schlabeck, sind eng verbunden. Sie haben früher schon im Weißen Lamm zusammengearbeitet. Schlabeck schickte vor der Coronakrise auch immer wieder Hotelgäste in die Zaußenmühle. Umgekehrt wurde der Fränkische Hof als Hotel empfohlen. Man kennt sich, man vertraut sich. Natürlich redet man da auch miteinander. Und sicherlich auch über die derzeitigen Probleme und wie man sie gemeinsam lösen kann. Natürlich spreche er auch mit Markus Geyern, dem Wirt der Zaußenmühle. Ob es dabei um Fusionsgespräche geht, wollte er am Dienstag noch nicht sagen. „Was dabei herauskommt, wird sich zeigen“, sagte Schlabeck. Auch Markus Geyer betont auf Nachfrage von Bayern-Reporter, dass zu dem Zeitpunkt, wo am Montag das Posting bei Facebook auftauchte, noch nichts unterschrieben war. Er gab genau wie Schlabeck an, sich erst dann zu äußern, wenn alles unter Dach und Fach ist.

Doch 18 Stunden später haben die beiden Männer die Katze aus dem Sack gelassen. Markus Geyer, der Zaußenwirt übernimmt die Gaststätte im Fränkischen Hof. Zu den Details wird sich aber derzeit noch nicht geäußert. Man habe Mitarbeiter, Freunde und enge Vertaute bereits informiert und könne deswegen die Gerüchte bestätigen, sagt Schlabeck. Zum genauen Zeitpunkt will er sich nicht äußern. Das würde auch vom Ausgang der Corona-Maßnahmen abhängig sein; einem sehr dynamischen Prozess. Denn selbst die Zusagen der Regierung können bei verändertem Infektionsgeschehen täglich wechseln. „Auf jeden Fall im Sommer 2020“, sagt Schlabeck. Über den genauen Start müsse sich dann der Pächter selbst Gedanken machen.



Zaußenmühle wird nicht mehr öffnen

Markus Geyer weiß es selbst noch nicht genau, wie er sagt. Es stehe jetzt viel Arbeit an und man müsse sich gut auf den Wechsel vorbereiten. Seine Zaußenmühle, die er 15 Jahre lang liebevoll geführt hat, will er aber nicht mehr wiedereröffnen. Derzeit beschränke er sich auf das „Abholgeschäft“, weil der Gesetzgeber nichts anderes zulasse. Aber auch mit den in der Gastronomie in Aussicht gestellten Lockerungen will er nicht mehr öffnen. Vorstellbar sei noch ein Grillfest, aber ebenfalls auf Basis des „to go“ – Systems. Zu den weiteren Details will sich Geyer in den kommenden Tagen äußern. Aber mit den bestehenden Hygieneanforderungen, sei ein wirtschaftliches Arbeiten in der Zaußenmühle nicht mehr möglich.

Verpachtung war lange geplant

Der Gastrobereich im Fränkischen Hof hätte letztes Jahr schon verpachtet werde sollen, sagt Schlabeck.  Der bzw die Pächterin wäre aus dem eigenen Mitarbeiterstamm gekommen und so sollte ein fließender Übergang vollzogen werden. „Leider hatte sich diese Person kurzfristig umentschieden und noch vor Übernahme fristlos gekündigt“, sagt Schlabeck. Deshalb musste der öffentliche Gastrobetrieb eingestellt werden. Weil so kurzfristig kein Koch gefunden werden konnte, habe sich der Gastronom entschieden die Hotelgäste werktags selber zu bekochen. Das ganze habe auch sehr viel Spaß gemacht und ist gut angekommen, berichtet Schlabeck. Aber es habe die eigentliche Problematik nicht gelöst. Es folgten Gespräche mit verschiedenen Interessenten. „Italiener, Griechen, Schweizer und auch deutsche Gastronomen“. Die Coronakrise habe aber alles zeitlich verändert. Jetzt sei aber alles unter Dach und Fach. Den Hotelbetrieb will Schlabeck eigenständig fortführen.



Gastronomie wird trotz Lockerungen zerstört

Aktuell, sagt Schlabeck, führe er nur das Hotel. Wegen Corona auch nur eingeschränkt und im Rahmen der gesetzlichen Richtlinien. „Ich der aktuellen Coronasituation ist eh nichts planbar und die Möglichkeiten, die der Gastronomie gegeben werden, sind schwer durchführbar und wenn dann sicher nicht kostendeckend!“, sagt der Gastronom. Laut seinen Befürchtungen werden mehr Kosten auf einen zukommen und wesentlich weniger umgesetzt.

Man könne das nur mit höheren Preisen kompensieren, sagt Schlabeck. Ob das hier in Pegnitz machbar ist, sei fraglich. Es bleibe also alles wieder einmal spannend und Schlabeck hofft nur, dass es alle finanziell, gesundheitlich und auch psychisch schaffen werden. Zumindest das Hotel will er in Kürze wieder komplett öffnen, dazu wurden jetzt die Weichen von der Regierung gestellt.



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